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Stadt Zörbig
Markt 12
06780 Zörbig
Sachsen Anhalt

Christian Gottlieb Jäger

1801 erwarb der Kaufmann und Rittergutsbesitzer Christian Gottlieb Jäger (08.10.1763 - 16.09.1830) ein Grundstück am Nordostufer des Leipziger Teiches. Er betreib hier von 1802 – 1824 eine Tabakfabrik, die damals größte ihrer Art in Sachsen, ab 1815 in Preußen und Zörbig sehr wichtige Anlage. Es war das erste Industrieunternehmen in der Stadt und außerhalb der Stadtmauer. Der Kommune hinterließ Christian Gottlieb Jäger eine Stiftung.

Die Fabrik war für Zörbig deshalb so wichtig , weil Kleinbauern Tabak pflanzten, den sie nun vor Ort absetzten konnten. Christian Gottlieb Jäger verschönte durch Baumaßnahmen sein Besitztum und nannte es aus Vorliebe für den Namen seiner Frau und den Zweitnamen seiner 10 Töchter "Dorotheenhof". Über der Hausfront befand sich auf eine Mittelrislit bis 1968 eine liegende Terakottagestalt die "Dorotheenhof".

Wie sich Zörbiger Jungen bei ihren Spielen mit Tabakstrünken bekämpften, beschrieb Victor Blüthgen in seiner Novelle "Unversöhnlich", deren Schauplatz Zörbig insbesondere dieser "Dorotheenhof" ist.